Wenn heiß die Sonne niederbrennt ...

Wetterkapriolen gibt es überall, „Global Warming“ und die Notwendigkeit etwas dagegen zu tun, ist zum Allgemeinwissen geworden. Die Grünen erleben in Deutschland den Aufschwung, dieselbige Farbe ist hierzulande aber weder politisch noch - im Sommer - real vorhanden: Es dörrt und staubt monatelang bei Rekordtemperaturen. Anstatt Monsun im Norden ist dieses Jahr ein „Nachbrenner“ eingetreten.

Inder sind extrem leidensfähige Menschen

Die Wasserversorgung, ohnehin eine Achillesferse im täglichen Leben und damit auch immer wieder mal indisches Politikum bzw. Anlass zu Streit zwischen den Bundesländern, droht mancherorts zum Erliegen zu kommen. Chennais Reservoire beispielsweise sind seit Anfang Juni erschöpft, 8,5 Millionen Menschen hängen am Tropf der Nachbarn. Die öffentliche Wasserwirtschaft liefert noch ab und zu, wer privat zukaufen muss, wartet bis zu 2 Wochen auf den ersehnten Tankwagen – zu stetig steigenden Preisen. Und der reguläre Monsunregen kommt erst Ende Oktober. Wenn er nicht wieder aus- oder sehr dürftig bleibt, wie in den letzten drei Jahren. Inder sind extrem leidensfähige Menschen, man staunt oft darüber, was sie alles wegstecken können. Dabei stets geleitet vom Prinzip Hoffnung; dass es vielleicht doch irgendwann einmal besser wird.

Brunnenbohrungen helfen am besten

Aber so richtig auf den Naturschutz ausgerichtet ist man trotz regionalen Verboten von Plastiktüten und allerhand Resolutionen noch nicht. Geschweige denn ernsthaft dabei, die Sonnenenergie nachhaltig anzuzapfen. Solardächer? Ganz selten! Die Sicherstellung der Wasserversorgung in ihren Projekten ist auch für die Partner der Inter-Mission immer wieder eine praktische und finanzielle Herausforderung. Brunnenbohrungen helfen am besten, sind aber kostspielig. Freie Spenden helfen uns hierbei, auch solche Projekte umzusetzen. Wasser braucht man nicht nur zum Trinken, es spielt auch in der Körperhygiene eine große Rolle. Der sorgsame Umgang damit wird den Kindern – zwangsweise – schon früh vermittelt. Darin buchstäblich zu schwimmen, dieses Vorrecht haben neben der wohlhabenden Stadtbevölkerung an sich nur noch Jungs auf dem Land in manchen Dorfbrunnen. Und dort ist es schnell auch mal gefährlich.