Wirbelsturm trifft auf Nord-Osten Indiens und Bangladesch

Windböen von bis zu 185 km/h fegten über das Land. Die Strom- und Wasserversorgung wurde komplett lahmgelegt als der Sturm am 16.05.2020 über Indien und Bangladesch hinwegfegte und dabei Strom- und Funkmasten wie Streichhölzer umknickte, Autos umwarf und große Teile der tiefer gelegenen Regionen überschwemmte. In Kalkutta wurden tausende Bäume entwurzelt, der Flugzeughanger am Airport ist zu großen Teilen überflutet, Mobil- und Internetdienste sind ausgefallen, Dächer von Häusern wurden weggefegt. Die Reisernte in Burdwan, West Midnapure und Hooghly ist zerstört.

Große Teile der Dämme des Sunderban-Deltas - ein Unesco-Weltkulturerbe - brachen, als das Wasser anstieg und mehrere Kilometer des Landesinneren wurden überschwemmt. In der Sunderban-Region befindet sich der weltgrößte Mangroven-Wald, Heimat des Bengalischen Tigers.

Viele Menschen sind obdachlos und wissen nicht mehr ein noch aus. Komplette Lehmhütten mit dem gesamten Hab und Gut der Bewohner wurden weggespült. Weite Teile der am meisten betroffenen Regionen sind unzugänglich. Augenzeugen berichten:

"Es fühlte sich an wie im Krieg. Der Lockdown nahm mir meinen Job, der Zyklon alles, was dann noch übrig war."

Es erschüttert zu sehen, wie die Menschen in Indien neben den großen Herausforderungen durch das Corona-Virus nun auch noch mit dieser schweren Naturkatastrophe zu kämpfen haben. Nahrungsmittel aus dem Corona-Solidaritätsfonds helfen.