So hat Gott mich bis heute geführt

So hat Gott mich bis heute geführt
Matthias Mohr ist seit 1. Januar 2018 Geschäftsführer der Inter-Mission Deutschland. Hier stellt er sich vor.
Matthias Mohr

Meine Heimat ist das Ruhrgebiet, wo ich zusammen mit drei Geschwistern aufwuchs. Während sie mit mir schwanger war befand sich meine Mutter in großer persönlicher Not. Christen aus der Nachbarschaft halfen ihr damals tatkräftig, und durch sie wurden meine Eltern letztendlich zu einem lebendigen Glauben an Jesus Christus geführt. Diese Christen waren die Eltern von Jochen Tewes. So war ich es gewohnt schon als Kind an Gottesdiensten und Veranstaltungen verschiedener Gemeinden teilzunehmen. Mich interessierten vor allem Missionsgeschichten aus Ländern in Afrika oder Indien. Ich las alles was ich darüber bekommen konnte und mein Traum war es, einmal zu Jochen Tewes nach Indien zu reisen. Das sollte dann allerdings erst im Jahr 2017 mit meiner ersten Indienreise im Dienste der Inter-Mission erfüllt werden.

Nach meiner Schulzeit und dem Abitur als Abschluss erlernte ich den Beruf des Krankenpflegers. Später wurde ich Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege, und danach machte ich eine Weiterbildung zur Leitung von Einrichtungen im Gesundheitswesen. Von 2006 bis zum Jahr 2014 war ich dann Geschäftsführer bei einem deutschlandweit tätigen Altenheimbetreiber.

Schließlich übernahm ein großer europaweit tätiger Gesundheitsdienstleister unser Unternehmen. Für mich war damit die Zeit gekommen mich von diesem Unternehmen zu trennen, da es nur noch um den Profit ging und die Verantwortung für Kunden und Mitarbeiter in den Hintergrund geriet. 

Ich machte mich schließlich selbstständig mit einem Beratungsunternehmen für Gesundheitseinrichtungen. Im Jahre 2017 kam die Inter-Mission mit der Frage auf mich zu, ob ich mir vorstellen könnte nach dem Ausscheiden von Markus Egger die Geschäftsführung zu übernehmen.

Eine Zeit der Überlegung und des Gebets zusammen mit meiner Frau Gerdina brachten mich zu einer positiven Entscheidung. Mir wurde deutlich, dass die Arbeit der Inter-Mission für Menschen auf dieser Welt einen großen Unterschied macht, da sie ihnen ermöglicht persönliche Not zu überwinden und eine Perspektive für nachhaltige Lebensveränderung zu finden. Es ist ein Dienst mit Ewigkeitswert für den Einzelnen. Deshalb möchte ich gerne meine Leitungserfahrung aus meinem Arbeitsleben in den Dienst der Inter-Mission einbringen, dabei aber auch die Worte aus Phil. 2,13 im Sinn behalten: „Denn Gott ist‘s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen“. 

Meine Frau lernte ich im Jahre 1976 während eines Bibelstudiums in den Niederlanden kennen. Wir liebten uns, aber unser Beschluss war: „Wir wollen heiraten um Gott gemeinsam zu dienen, besser als es jeder für sich alleine tun könnte!“ Wir bekamen vier Kinder, haben mittlerweile vier Enkelkinder, und arbeiteten in unserer Gemeinde und verschiedenen christlichen Werken immer ehrenamtlich an unterschiedlichen Stellen mit. Vor 12 Jahren gründeten wir einen Verein, der sich um Kinder und Jugendliche in Uganda kümmert, ähnlich wie die Inter-Mission es in anderen Ländern tut. Auch in diesem Verein sind wir ehrenamtlich tätig.

Seit 2003 haben wir unsere geistliche Heimat in der Christusgemeinde Wuppertal gefunden. Dort bin ich im Rahmen der Mitarbeit im Wirtschaftsbeirat tätig und verantwortlich für das Gebäudemanagement und die Leitung des Infopunktes. 

Die Inter-Mission besteht seit mehr als 54 Jahren. Sie wurde mit Gottes Hilfe zu dem was sie heute ist, weil sich Menschen von Gott gebrauchen ließen, sie das Beste für die Menschen suchten und Gott gesegnet hat. In diesem Sinne: Geprägt durch den Geist der Liebe Gottes zu Menschen möchte ich in den nächsten Jahren ebenfalls für die Inter-Mission tätig sein.