Sierra Leone

Bereits seit mehreren Jahrzehnten gehört Sierra Leone zu den 10 am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Zudem ist die jüngere Geschichte des Landes von einem grausamen Rebellenkrieg geprägt. Im Kampf um Blutdiamanten verloren 75.000 Menschen ihr Leben, zum Teil durch die Hände von Kindersoldaten. Weitere 20.000 wurden verstümmelt. Die Zahl der Flüchtlinge: 2,6 Millionen. Das Land hatte gerade mal 12 Jahre Zeit, sich vom Bürgerkrieg zu erholen, bevor es von einer weiteren Katastrophe heimgesucht wurde. Von 2014 bis 2016 forderte die Ebola-Epidemie fast 4.000 Todesopfer und machte 12.000 Kinder zu Waisen.

Man mag sich fragen, warum ausgerechnet dieses kleine, westafrikanische Land immer wieder so schwer gebeutelt wird – eine Frage, die kaum zu beantworten ist. Aber was wir tun können und wollen ist mithelfen, dass Not gelindert wird. Dass den besonders armen und benachteiligten Menschen Hoffnung und Hilfe zukommt durch folgende Projekte:

Unsere Projekte in Sierra Leone

KINDERHEIM FÜR BLINDE

Etwas außerhalb von Makeni, der viertgrößten Stadt in Sierra Leone, befindet sich die Bombali School for the Blind, eine von fünf Blindenschulen im ganzen Land. Nach dem Krieg waren hier die Nöte sehr bedrückend. Es gab kaum etwas zu essen. Eine ausgediente Schlachthalle war Unterkunft und Unterrichtsgebäude zugleich.

Inzwischen wird durch persönliche Patenschaften für den Lebensunterhalt der etwa 60 Schülerinnen und Schüler gesorgt. In einer vom christlichen Glauben geprägten Atmosphäre werden sie schulisch gefördert. Die Lehrkräfte bekommen Gehälter und berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Und die Schlachthalle wird seit einigen Jahren nicht mehr benötigt, da mit Fördermitteln des BMZ sowohl ein Schulgebäude als auch ein Wohnheim gebaut wurden. Dennoch ist weitere Hilfe nötig, zum Beispiel für die Ausbildung der heranwachsenden Mädchen und Jungen. Hier können Sie mehr dazu lesen > Bombali Vision

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Dorfentwicklung in Kadada

Kadada ist ein sehr entlegenes kleines Dorf ganz im Norden von Sierra Leone. Selbst Kamakwie, die nächstgrößere Stadt, hat nur ein paar Tausend Einwohner. Zusammen mit zwei weiteren Dörfern teilen sich die Kinder in Kadada eine erst vor wenigen Jahren erbaute Grundschule. Hier fördert die Inter-Mission 50 Schulkinder. Dadurch kann die Finanzierung des Schulbetriebes sichergestellt werden. Ein engagiertes Team von Lehrern setzt sich für eine möglichst gute Entwicklung der Kinder ein. Neben der pädagogischen Betreuung spielt die christliche Prägung eine Rolle. Die Einbindung in eine kleine, aber lebendige Dorfkirche vermittelt geistliche Perspektive. Im Rahmen dieses Dorfentwicklungsprojektes wird zudem für medizinische Hilfe sowie Lebensmittel, Schulmaterial, Schuluniformen und Hygieneartikel gesorgt. Weil durch diese Maßnahmen nicht nur einzelne sozial schwache Familien gestärkt werden, trägt eine persönliche Patenschaft für ein Kind zur Entwicklung des gesamten Dorfes bei.

Schülerförderung in Kingtom

Vor fast 20 Jahren begann die Inter-Mission ihr erstes Projekt in Sierra Leone. In Kingtom, einem Stadtteil der Hauptstadt Freetown, wurden Kinder unterstützt, die der Bürgerkrieg zu Waisen gemacht und traumatisiert hatte. Durch Mitarbeiter der dortigen Baptistengemeinde erhielten sie emotionale Zuwendung und wurden schulisch sowie medizinisch versorgt. Inzwischen sind sie junge Erwachsene, von denen viele eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen.

Auch wenn der therapeutische Aspekt heute nicht mehr im Vordergrund steht, werden immer noch Mädchen und Jungen aus besonders armen Verhältnissen betreut. Sie erhalten eine neue Lebensperspektive, indem ihnen der Schulbesuch ermöglicht wird. In gemeinsamen Treffen wird zusammen gespielt, gelacht, gegessen und gebetet. Gemeindepastor und Diakonin sorgen für das geistliche Wohl der Kinder, die durch persönliche Patenschaften unterstützt werden.

Zu diesem Projekt sind bereits alle Patenschaften vergeben. Deshalb können Sie speziell hierfür nicht spenden. Trotzdem stellen wir Ihnen hier das Projekt vor, um Ihnen zu zeigen was wir alles tun um in Sierra Leone zu helfen.

Hilfe für Ebola-Waisen

Mehr als 11.000 Todesopfer in Westafrika hat die größte Ebola-Epidemie seit Entdeckung des Virus gefordert. Inzwischen ist das Thema längst aus den Schlagzeilen verschwunden. Das ist ebenso erfreulich wie verständlich. Denn bereits im März 2016 wurde Sierra Leone als letztes der betroffenen Länder endgültig für Ebola-frei erklärt. Doch wenngleich sich für viele das Leben wieder normalisiert hat: Die Seuche hat Tausende von Opfern stigmatisiert, traumatisiert und hilflos zurückgelassen. Neben den Überlebenden, die mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben und von denen mehr als die Hälfte mit einer Sehschädigung leben müssen, die bis zur Erblindung führen kann, sind es vor allem die Kinder, die unter den Folgen leiden. Allein in Sierra Leone – so wird geschätzt – gibt es 12.000 Ebola-Waisen. Mindestens 30 von ihnen wollen wir in zwei verschiedenen Dörfern in der Nähe von Lunsar unterstützen und suchen dafür Paten.

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LEHRERPATENSCHAFT

Oft ist ein Mangel an Bildung sowohl die Ursache als auch die Folge von Armut. Diesen Teufelskreis in Sierra Leone zu durchbrechen, ist uns ein Anliegen. Zwar ist die sierra-leonische Regierung immer wieder um Verbesserungen im Bildungssektor bemüht. Aufgrund großer Defizite sowohl bei der Ausbildung als auch bei der regelmäßigen Bezahlung von Lehrkräften lässt die Qualität des Unterrichts jedoch zu wünschen übrig.

Die Alphabetisierungsrate, d.h. der Anteil der Erwachsenen (ab 15 Jahren), die einen einfachen Text lesen und schreiben können, liegt bei unter 50%. Das zahlenmäßige Schüler/Lehrer-Verhältnis in Grundschulen ist mit 35:1 im Vergleich zu Deutschland (12:1) wesentlich schlechter. Deshalb wollen wir mithelfen, die Bildungssituation in Sierra Leone zu verbessern. Eine Lehrerpatenschaft ist ein wesentlicher Beitrag für regelmäßige Gehälter und Weiterbildungsmöglichkeiten. So werden Bildungschancen für Kinder geschaffen und damit ein Aspekt der Armutsbekämpfung verwirklicht.

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PROJEKTPATENSCHAFT – GEGEN GENITALVERSTÜMMELUNG

Weltweit sind mindestens 200 Millionen Frauen von dieser grausamen, aber kulturell tief verwurzelten Menschenrechtsverletzung betroffen. Sierra Leone gehört zu den Ländern, in denen weibliche Genitalverstümmelung am weitesten verbreitet ist. Laut Unicef wurden 90% der Mädchen und Frauen diesem Ritual unterzogen, meist vor dem 15. Lebensjahr.

Wir glauben, dass am menschlichen Körper, so wie Gott ihn geschaffen hat, keine gesunden Teile entfernt werden sollten. Deshalb möchten wir uns zusammen mit unseren Partnern in Sierra Leone dafür einsetzen, dass Mädchen vor diesem traumatisierenden, gesundheitsschädigenden und nicht selten tödlich endenden Eingriff bewahrt bleiben. Dies soll vor allem durch Aufklärungsarbeit geschehen sowie durch Umschulungsmaßnahmen und alternative Einkommensmöglichkeiten für Soweis (Beschneiderinnen). Das Projekt soll – wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind – 2019 anlaufen.

PROJEKTPATENSCHAFT – HYGIENE, GESUNDHEIT, PERSÖNLICHE BEGLEITUNG

Mit einem monatlichen Betrag ab 10 € unterstützen Sie Teams der Inter-Mission, die an unterschiedlichen Orten Aufklärungs- und Betreuungsarbeit, medizinische Hilfe, Frauenhilfe und vieles mehr leisten.

Unsere Projekte

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Asien

IndienNepalIndonesien

In Asien betreuen wir schwerpunktmäßig drei große Länder. Indien, Nepal und Indonesien. Informieren Sie sich doch hier etwas genauer über die einzelnen Projekte, indem Sie auf das entsprechende Land klicken.

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Afrika

Sierra LeoneGhana

In Afrika bieten wir unsere Hilfe besonders in Form von Bildung an. Besonders in Sierra Leone, Ghana und Äthiopien sind wir in Kinderheimen und Dorfentwicklungsprojekten tätig.

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Europa

Deutschland, Hannover

Auch bei uns in Deutschland gibt es Projekte, die wir als sehr unterstützenswert erachten. Denn als Inter-Mission wollen wir uns auch regional für die Menschen unserer Stadt stark machen. Daher gibt es in Hannover ein Projekt der Inter-Mission gegen Altersarmut.

Sie haben Fragen zu unseren Projekten in Sierra Leone?

Sprechen Sie direkt mit dem richtigen Ansprechpartner!

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Annette Grunick

+49 511 28374-15