Projektgeschichten

Wir als Inter-Mission wünschen uns, genau wie Sie als Spender, für unsere Schutzbefohlenen eine selbständige und eigenverantwortliche Entwicklung, damit sie künftig nicht mehr angewiesen sind auf externe Unterstützung, sondern frei und selbstbestimmt für die Gemeinschaft agieren können. Dabei hoffen wir auf eine nachhaltige und ganzheitliche, positive Entwicklung von Körper, Geist und Seele. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort wollen wir eine neue Lebensperspektive schaffen und den Kreislauf von Armut und Benachteiligung durchbrechen.

Lesen Sie hier zwei Beispiele für eine positive Entwicklung:

Devi

Devi wurde 1991 geboren. Ihre Mutter arbeitete als Dienstmädchen. Weil der Vater offenbar eine Bedrohung für das Kind darstellte, brachte die Mutter Devi zu einem Onkel in einen anderen Ort. Doch dort musste das Mädchen mit anderen Problemen kämpfen. Ihre Tante behandelte sie sehr schlecht, fügte ihr wiederholt mit Zigaretten Brandmale zu. Irgendwann hielt Devi es nicht mehr aus. Sie rannte fort, stieg in einen Zug und landete in Vellore, wo sie irgendwo eine Unterkunft fand. Eine Mutter, deren Kinder im Heim der Inter-Mission in Vellore leben, wurde auf sie aufmerksam. Sie brachte das Mädchen, das deutliche Zeichen von Unterernährung aufwies, zum Kinderheim. Die von der Heimleitung eingeschaltete Polizei fragte Devi bei der Klärung um den Sachverhalt, ob sie wieder zurück nach Hause wolle, doch das lehnte sie entschieden ab. So konnte sie im August 2002 in das Heim in Vellore aufgenommen werden. Auf dem Aufnahmeformular findet sich der Vermerk: Devi fällt das Lernen schwer, doch sie ist engagiert dabei.

12 Jahre später ist ihre Zeit als Heimkind vorüber, nachdem sie die 10. Klasse erfolgreich abgeschlossen und einen zweijährigen Pflegehelferinnenkurs absolviert hat. Ihr großer Wunsch in dem Heim zu arbeiten, in dem sie aufgewachsen ist, erfüllte sich. Als angestellte Mitarbeiterin mit eigenem Verdienst kümmert sie sich um die kleineren oder auch kranken Kinder.

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Adhija

Adhija wurde 1994 geboren. Ihr Vater kam zwei Jahre später bei einem Unfall ums Leben. Die Mutter versuchte als einfache Küchenhilfe den Unterhalt für sich und ihre beiden Kinder allein zu verdienen, doch ihr Lohn war sehr gering. Außerdem konnte sie sich durch ihre Arbeitszeiten nicht genügend um ihre Kinder kümmern.

Adhija ging zur Schule, doch durch die ärmlichen Bedingungen litt ihr Schulbesuch zusehends. Schließlich bat die Mutter 2003 um ihre Aufnahme in eines unserer Kinderheime in Südostindien. Adhija verbrachte 13 Jahre dort, erwarb ihren Schulabschluss (Klasse 12 – sie hatte mit Klasse 3 begonnen) und absolvierte mit Erfolg eine Collegeausbildung im Wirtschafts- und Handelsbereich. Danach kehrte sie zu ihrer Mutter zurück, um in ihrem Wohnort einen Arbeitsplatz zu finden.

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2003

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2015