Transparenz durch Information

WAS IST DAS DEA SPENDENPRÜFZERTIFIKAT?

Das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) wird an gemeinnützige Organisationen verliehen, die sich dazu verpflichten die Grundsätze für die verantwortungsvolle Verwendung von Spendenmitteln einzuhalten.

Ein unabhängiges Gremium prüft dabei etwa die sparsame Verwendung von Spendenmitteln, die Art und Weise der Spendenwerbung, den Umgang mit zweckgebundenen Spenden und die Höhe der Verwaltungskosten.

So soll das DEA-Spendenprüfzertifikat dem Spender und der Öffentlichkeit bestätigen, dass die geprüfte Einrichtung die Grundsätze zur Verwendung von Spendenmitteln beachtet und sorgsam mit den zur Verfügung gestellten Zuwendungen umgeht.

Im Gegensatz zum Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI-Siegel), sind die Auflagen der Deutschen Evangelischen Allianz in einigen Belangen sogar noch strenger ausgerichtet. Die Obergrenze für Verwaltungskosten bei der DEA beträgt 25%, während es bei der DZI 30% sein dürfen.

Die Inter-Mission Deutschland erfüllt seit dem Jahr 1997 die Auflagen der Deutschen Evangelischen Allianz und trägt daher das DEA-Spendenprüfzertifikat. Detail-Informationen finden Sie auf den Internetseiten von DEA.

Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Verantwortung für das Gemeinwohl
Einheitliche Veröffentlichungspflichten für gemeinnützige Organisationen gibt es in Deutschland nicht. Wer für das Gemeinwohl tätig wird, sollte der Gemeinschaft dennoch sagen welche Ziele die Organisation genau anstrebt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer die Entscheidungsträger sind.

Was ist die „Initiative transparente Zivilgesellschaft“?
Getragen wird die Initiative Transparente Zivilgesellschaft von einem Trägerkreis bestehend aus: Transparency Deutschland e.V., dem Bundesverband deutscher Stiftungen, dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen DZI, dem Deutschen Fundraising Verband, dem Deutschen Kulturrat, dem Deutschen Naturschutzring, dem Deutschen Spendenrat, dem Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft, dem Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen Venro und dem Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv.

Dieser Trägerkreis sorgt für die Verbreitung der Initiative, kontrolliert stichprobenartig deren Einhaltung und zeichnet für ihre inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung verantwortlich.

Vereine, Stiftungen, gemeinnützige GmbHs, Selbsthilfegruppen, Gesundheitseinrichtungen, Verbraucherorganisationen, Umweltschutzgruppen oder Bürgerinitiativen tragen erheblich zur Gestaltung unseres Landes im Sinne einer verantwortungsbewussten, demokratischen Bürgergesellschaft bei. Zu Recht genießen sie ein hohes Ansehen und Vertrauen in unserer Gesellschaft. Während sich aber Politik und Wirtschaft seit Jahren mit umfangreichen Rechenschaftsforderungen durch gesetzliche Offenlegungspflichten, Nicht-Regierungsorganisationen und kritische Medien konfrontiert sehen, ist der zivilgesellschaftliche Sektor davon bisher weitgehend ausgenommen. Die gesetzlichen Kontrollmöglichkeiten sowie Offenlegungspflichten gegenüber der Allgemeinheit stehen weit hinter den Anforderungen an Politik, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung zurück. Um das Vertrauen in die Organisationen des Dritten Sektors zu erhalten und zu stärken, ist es nötig, klare Regelungen zu Transparenz, Rechenschaft und guter Organisationsführung zu entwickeln und umzusetzen.

Der Trägerkreis der Initiative Transparente Zivilgesellschaft hat auf Anregung von Transparency Deutschland e. V. unter Beteiligung zahlreicher anderer Akteure aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte. Diese sind hier wie folgt abgebildet.