Wo Ärzte fehlen, werden die einheimischen Lehrer zu Ersthelfern für hunderte Kinder
Rund 8,5 Millionen Menschen leben in Sierra Leone – doch vielerorts fehlt ihnen der Zugang zu medizinischer Versorgung. Auf 10.000 Einwohner kommen im Land nur 6,4 ausgebildete Gesundheitsfachkräfte, internationale Standards sehen ein Vielfaches vor. In ländlichen Regionen mangelt es an Ärzten, Medikamenten und schneller Hilfe. Für Kinder ist dies im Ernstfall lebensbedrohlich. Umso wichtiger ist es, dass die Lehrkräfte der Schulen unserer Partner vor Ort wissen, wie sie in akuten Situationen handeln können.
Die Inter-Mission unterstützt neun Schulprojekte in dem westafrikanischen Land, das eines der ärmsten weltweit ist. Für hunderte Kinder sind die Lehrerinnen und Lehrer die täglichen Ansprechpartner – und oft auch die ersten, die im Notfall helfen können, wenn sich ein Schüler verletzt oder krank wird.
Bei einem einwöchigen Workshop zur grundlegenden Gesundheitsfürsorge (Primary Health Care, Foto) wurde eine Gruppe Lehrer jetzt gezielt geschult. Es ging dabei um klassische Erste Hilfe und darüber hinaus um wichtige Maßnahmen der medizinischen Grundversorgung, damit sie ihren Schülern im Notfall auch mit einfachsten Mitteln effektiv helfen können.
Dieses Wissen für die Lehrer kann im Notfall den entscheidenden Unterschied ausmachen – und mit dazu beitragen, dass Kinder in den Schulprojekten unseres Partners „Cotton Tree Foundation“ besser geschützt und versorgt sind.







