Erfolgreiches Agrarprojekt in der Region Masvingu: 2.000 Familien in nachhaltiger Landwirtschaft geschult

Ab dem Jahr 2000 wurden in Simbabwe Millionen Hektar Land von weißen Farmern enteignet und an zigtausende Kleinbauern verteilt. Viele von ihnen hatten wenig Erfahrung mit Landwirtschaft, oft legten sie nur Monokulturen an. Diese „Landreform“ hat den einstigen „Brotkorb“ Afrikas in eine Hungerregion verwandelt. Zusammen mit der gemeinnützigen Adviva GmbH aus Berlin haben wir in der Region Masvingo ein Agrarprojekt durchgeführt, das im April 2026 erfolgreich abgeschlossen wird. Silke Flügge von Adviva berichtet:

Wie das Projekt entstanden ist …

Wir danken der Inter-Mission herzlich, dass sie gemeinsam mit Advivia unser Agrar-Schulungsprojekt in Simbabwe möglich gemacht hat. Die Landbevölkerung ist sehr darauf angewiesen, dass ihre kleinen Felder wirklich Ertrag bringen. Die meisten in Masvingo haben früher Monokultur mit Mais angebaut. Wenn der Regen ausblieb, mussten die Menschen hungern. Ziel unseres Projekts war, Familien zu schulen, dass sie effektiv unterschiedliches Saatgut wie Hirse, Süßkartoffeln, Melonen und mehr anbauen können und nicht mehr hungern.

Gemeinsam mit dem christlichen Schulungszentrum „Foundations for Farming“ startete wir im Herbst 2023 das Projekt in Masvingo: 30 Bauern unterschiedlichen Alters bekamen in der Hauptstadt Harare ihre zweiwöchige Grundausbildung. Sie erhielten Samen, die sie bei ihren Dörfern aussäen konnten. Zurück in Masvingo haben sie auf Schaufeldern, jedes so groß wie ein Fußballfeld, das Saatgut ausgebracht und unter Anleitung gelernt, natürlich zu düngen und sparsam zu wässern. Jede Familie soll sich vom eigenen Feld ernähren können.

Eine Art Schneeballsystem, bei dem jeder Schüler auch zum Lehrer wird

Parallel wurde ein Team von Lehrern unterrichtet. Ein Regierungsbeauftragter für Landwirtschaft und zwei ausgewählte Farmer erhielten im zweiten Jahr eine Zusatzschulung, damit sie selbständig Kleinbauern begleiten können. Sie tun es motiviert in unterschiedlichen Regionen des Landes. Zu Wochenendkursen kommen Farmer an zentralen Orten zusammen. Dabei hören sie auch auf Predigten und beten miteinander. Mit einfachsten Mitteln werden hier Wissen für den Anbau und christlicher Glaube vermittelt.

Es ist wie ein Schneeballsystem: Nachbarn machen durch ihre neuen Feldfrüchte andere Nachbarn neugierig, die dann von geschulten Mitarbeitern lernen, was und wie ertragreich angebaut werden kann. Wir beten, dass irgendwann die ganze Region nachhaltig wirtschaftet. Elementar ist, dass Gott der Schöpfer von Feld und Natur ist. Biblische Grundlagen werden gelehrt und Gottes Fürsorge ganz praktisch vermittelt.

Jetzt, zum Ende des dreijährigen Projektes, staunen wir über die Wirkung: Beinahe 2.000 Kleinbauern haben schon nachhaltigen Anbau gelernt! Sie arbeiten in Teams und unterstützen sich gegenseitig. Alington, der Leiter vor Ort, ist sicher, dass sich das Anbauprinzip weiterverbreiten wird.

Eine Gruppe aus Deutschland hat kürzlich bedürftige Familien der Region besucht. Wir sind begeistert vom Unterschied auf den Feldern im Vergleich zu den Vorjahren! Man kann den Erfolg sehen: Überall sprießen Süßkartoffeln, Möhren und Kürbisse – unter Mais- und Hirsepflanzen vor der sengenden Sonne geschützt. Alles ist grün und saftig, trotz Wasserknappheit. Unser Einsatz hat sich gelohnt!

Die Inter-Mission hat besonders Familien im Projekt unterstützt, die Waisenkinder aus unserem anderen Schulprojekt aufgenommen hatten oder besonders arme. Sie können sich zukünftig besser versorgen, ein herzliches Danke allen Spendern!

Von Silke Flügge (Advivia, Berlin)

Sie wollen sich an den entstandenen Kosten für das Agrar-Projekt beteiligen: