Jahrestreffen der Inter-Mission 2026: Wenn aus notleidenden Kindern Führungskräfte werden …
Ein Bericht von Christian Starke (idea):
Mission in Verbindung mit Bildung im globalen Süden entfaltet vielfach eine große Wirkung. Die verändernde Kraft des christlichen Glaubens führt immer wieder dazu, dass aus ehemals notleidenden Kindern und Jugendlichen Führungskräfte werden. Das berichteten Mitarbeiter der Inter-Mission auf dem Jahrestreffen des evangelikalen Werkes am 19. September in Hannover. Zu der Veranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam in Gottes Auftrag“ kamen rund 130 Besucher. Das in Hannover ansässige Werk unterstützt mit mehr als 30 Partnerorganisation unter anderem rund 5.000 Kinder und Jugendliche in elf Ländern.
Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Werkes, Theo Volland, schilderte zwei Beispiele, wie nachhaltige Hilfe Leben verändert. So habe ein an Kinderlähmung erkranktes Mädchen namens Priya in einem Partnerwerk in Südasien medizinische Hilfe und Bildung erhalten. Im Bibelunterricht habe sie sich für ein Leben mit Jesus Christus entschieden. Heute arbeite sie als Ingenieurin in einem Ministerium für Straßenbau. Ein ehemaliger Straßenjunge mit schwerer Erkrankung sei in Kampala (Uganda) in einem von der Inter-Mission unterstützten Kinderheim aufgewachsen. Er sei Arzt geworden und behandle heute kostenlos notleidende Patienten.
Geschäftsführerin: Wir wollen besser werden, um gesund zu wachsen
Wie auf dem Treffen mitgeteilt wurde, fördert die Inter-Mission allein im westafrikanischen Sierra Leone – einem der ärmsten Länder der Welt – zehn Schulen. In Mongegba – einem Vorort der Hauptstadt Freetown – entsteht derzeit mit finanzieller Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine neue Schule mit 280 Plätzen. Die Geschäftsführerin der Inter-Mission, Susanna Späth, sagte, dass es dem Werk nicht darum gehe, möglichst viele Projekte zu unterstützen. Ziel sei es vor allem, Menschen nachhaltig zu helfen. Derzeit sei man dabei, die bestehenden Projekte und die Arbeit allgemein zu bewerten, sagte die ehemalige Tansania-Missionarin: „Wir wollen besser werden, um gesund wachsen zu können.“
Derzeit fördert die Inter-Mission rund 110 Projekte vorwiegend in Afrika und Asien. Der Vorsitzende des Werkes, der Steuerberater Walter Fischer (Villingen-Schwenningen), betonte, dass man „Kurs halten“ wolle im Blick auf den von Gott erhaltenen Auftrag:
„In unseren Einrichtungen vor Ort sollen sich Kinder und Jugendliche sicher und geschützt fühlen.“ Jeder solle die Gelegenheit bekommen, das Evangelium zu hören, wodurch sein Leben grundsätzlich positiv verändert werden könne. Man verfolge dabei ein ganzheitliches Verständnis von Heil und Heilung.
Was Mission von einem Getränkekonzern unterscheidet
Die Predigt auf dem Treffen hielt der Theologe und Berater Christoph Scharnweber (Obersulm bei Heilbronn), Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Pfingstlich-Charismatischer Missionen (APCM). Wie er sagte, bekam der Mensch bei der Schöpfung zunächst die Ebenbildlichkeit Gottes, dann den Segen und schließlich den Auftrag, sich zu vermehren und die Erde zu füllen. Dies bedeute: „Verbreitet euch nicht nur biologisch und geografisch, sondern verbreitet mit euch die Ebenbildlichkeit Gottes.“
Ein internationaler Getränkekonzern sei zufrieden, wenn überall auf der Erde seine Ware angeboten werde. In der Mission gehe es nicht nur darum, die „Enden der Erde“ strategisch zu erreichen. Sie ziele auch darauf ab, dass die Ebenbildlichkeit Gottes im Umgang mit den dortigen Völkern gelebt werde. Die Inter-Mission ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) und der APCM.







































































































































































































