Unterstützung zu Bildung und Wohlergehen von Kindern

Mit diesem Projekt soll das mentale Wohlergehen der Kinder von Maddikaly Tamil Vidyalaya in Batticaloa Sri Lanka generiert und gestärkt werden. In Abendklassen werden die Schülerinnen und Schüler in Hauptfächern wie Mathematik, Englisch usw. unterrichtet, um ihre schulischen Fähigkeiten zu verbessern. Außerdem sollen Aktivitäten (siehe unten) sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützten.

Vorgehen

Durch Malereien auf den Klassenraumwänden und Renovierungsarbeiten auf dem Spielplatz wurde gleich zu Beginn dafür gesorgt, dass der gesamte Schulbereich zu einem Ort wird, an dem man sich gern aufhält. Drei Mal pro Woche läuft die Abendschule mit Unterricht in den Hauptfächern wie Mathe und Englisch, dazu kommen Angebote wie kreative Bastel- und Handarbeiten, Lieder, Comiczeichnen, Malen und Spielen. An den Abenden erhalten die Kinder vollwertige Mahlzeiten, die sie wiederum motivieren eifrig am Unterricht teilzunehmen. Die Fotos zeigen die Veränderungen, die wir durch die oben genannten Renovierungen erzielen konnten.

Aktivitäten

- Unterricht an drei Abenden pro Woche

- Stipendiums-Unterricht für Fünftklässler mit dem Ziel, ihre Prüfungsnoten zu verbessern, damit sie die Stipendium-Prüfung bestehen. In der Geschichte der Schule gab es bisher niemanden, der diese Prüfung bestanden hat.

- Englischunterricht

- Achtsamkeitsprogramme für Eltern und Kinder

- Exkursionen zur Post, zum zentralen Busbahnhof, zu Bahnhöfen und ins Stadtzentrum, da die Kinder diese Einrichtungen bisher noch nie gesehen haben.

- Hausbesuche

- Versorgung mit Lebensmittelpäckchen

Außerdem kümmern wir uns um Kreidetafeln, Reparatur des Schulkopierers, Renovierung der Fußböden in den Klassenzimmern, Wasserspender in der Schule, Tische, Stühle und Toiletten - Dinge, die zurzeit in der Schule fehlen oder mangelhaft sind.

Herausforderungen und Einfluss

Seit Beginn des Projekts wurden einige wichtige Anliegen deutlich wie zum Beispiel die Finanzierung des Benzinbedarfs für den Transport der Kinder zum Unterricht und den damit verbundenen Veranstaltungen. Auch die Organisation und Durchführung des Projekts gestaltete sich anfangs schwierig, weil das Team bisher noch keine Erfahrung mit derartigen Projekten hatte. Weiterhin erwies es sich als schwierig, dass die Toiletten 200m vom Klassenraum entfernt sind und das gesamte Gelände keine Einzäunung besitzt. Daher konnten die Schüler auf dem Hin- und Rückweg nicht beaufsichtigt werden.

Trotz dieser Herausforderungen entwickelt sich das Projekt weiterhin positiv, denn viele der genannten Veränderungen haben eine vielversprechende Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler. Dazu zwei beispielhafte Geschichten:

Rithurshan

Seit 5 Jahren lebt Rithurshan mit seinen Eltern und einer älteren Schwester in einer temporären Blechhütte auf einem staatlichen Grundstück. Sein Vater arbeitet bei geringem Lohn für die städtische Gemeinde und kann den regulären Förderunterricht, den Rithurshan benötigt, kaum bezahlen. Seine Mutter berichtet, dass ihr Sohn nicht nur durch den Abendunterricht gefördert wird sondern auch durch die lehrplanmäßigen Aktivitäten. Er wolle lieber zum Abendunterricht gehen als zum regulären Förderunterricht. Zuhause probiere er außerdem die Bastel- und Handarbeiten aus. Die vollwertigen Mahlzeiten seien in der derzeitigen Situation eine große Hilfe. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wolle sie gern alles tun, damit der Abendunterricht weiterlaufen könne.

Thanusha

Thanusha wird zurzeit mit ihren beiden Geschwistern von der Großmutter betreut. Ihr Vater hat die Familie verlassen. Daher musste die Mutter sich im Ausland Arbeit suchen. Bereits seit 9 Jahren lebt auch diese Familie in einer Blechhütte auf einem staatlichen Grundstück. Die Großmutter erzählte, dass ihre Enkelin froh ist, in den Abendunterricht gehen zu können. Zuhause wiederhole sie alles, was sie dort gelernt habe. Sie ist dankbar für dieses Projekt, denn das Geld für die Förderklasse habe sie nicht.

Autor: Andreas Rapp, Mitarbeiter der Inter-Mission